Sicherheitspolitik

Quo vadis deutsche Sicherheitspolitik?

Für die vorliegende Delphi-Studie wurden im Herbst 2021 vierzehn Experten aus Bundeswehr, NATO, dem diplomatischen Umfeld, mit nationaler und internationaler nachrichtendienstlicher Erfahrung, langjähriger Expertise bei der EU und OSZE, Terrorismus- und Sicherheitsforschung sowie Wissenschaftler und Journalisten zur deutschen Sicherheitspolitik befragt. Jeder der Gesprächspartner hat umfangreiche Erfahrung in Fragen der äußeren Sicherheit entweder aus militärischer oder aus ziviler Sicht erlangt und wurde in einem Einzelinterview entlang eines standardisierten Fragebogens befragt. Die hier präsentierten Ergebnisse sind eine Zusammenfassung aller Interviews aus Sicht der Autorin und entsprechen ihrem aus den Gesprächen gewonnenen Verständnis.

Befragte Experten der Studie

Diese Delphi-Studie gibt die Erkenntnisse aus den Einzelgesprächen mit den befragten Experten der größeren Übersichtlichkeit wegen in aggregierter Form wieder. Aus der inhaltlichen Verdichtung der einzelnen Expertenmeinungen zu jeweils aggregierten Aussagen besteht der Beitrag der Autorin zur Studie. Das heißt: Die einzeln befragten Experten teilen nicht alle Feststellungen und Schlussfolgerungen und stimmen nicht notwendigerweise in jeder einzelnen Facette mit den aggregierten Empfehlungen überein.

Die Studie bündelt die versammelten Erkenntnisse aus den Gesprächen mit hochrangigen Offizieren und Generalen der Bundeswehr und der NATO sowie mit Sicherheitsexperten verschiedenster Institutionen, mit Diplomaten und Wissenschaftlern, nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge.

Die Experten

Generalleutnant Christian Badia, Abteilungsleitung Planung, Bundesministerium der Verteidigung, Berlin

Generalmajor André Bodemann, Kommandeur des Zentrums Innere Führung der Bundeswehr, Koblenz; zuvor u.a. Kommandeur des deutschen Kontingents TAAC bei Resolute Support in Afghanistan

Generalmajor Jürgen Brötz, Deputy Assistant Secretary General for Intelligence, Joint Intelligence and Security Division, NATO-Hauptquartier, Brüssel; zuvor u.a. Kommandeur des deutschen Kontingents TAAC bei Resolute Support in Afghanistan

Bastian Giegerich, Director, Defence and Military Analysis, International Institute for Strategic Studies (IISS), London

Oberstleutnant i.G. Martin Lammert, Dozent für Sicherheitspolitik, Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg

Brigadegeneral Holger Neumann, Abteilungsleiter 1, Planung & Weiterentwicklung, Kommando Luftwaffe, Bundeswehr, Berlin

Rolf Tophoven, Leiter des Instituts für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik (IFTUS), Essen

Professor Dr. Stefan Bayer, Leiter Forschung am German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr, Hamburg

Generalleutnant a.D. Heinrich Brauss, Senior Associate Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, DGAP; davor Beigeordneter Generalsekretär der NATO für Verteidigungspolitik und Streitkräfteplanung im Internationalen Stab der NATO, Brüssel

Gerhard Conrad, Vorstandsmitglied des Gesprächskreises Nachrichtendienste e.V. (GKND), ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter beim Bundesnachrichtendienst (BND) und Director EU Intelligence Analysis and Situation Centre, Brüssel (EU INTCEN)

Botschafter Thomas Greminger, Direktor am Geneva Centre for Security Policy (GCSP), Genf; davor Generalsekretär der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)

Brigadegeneral Boris Nannt, Kommandeur der Logistikschule, Bundeswehr, Garlstedt

Botschafter Boris Ruge, stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, München

André Uzulis, Chefredakteur des Magazins loyal, Berlin/Frankfurt

Zusätzlich wurden die Beiträge von Hans-Peter Bartels, MdB und ehemaliger Wehrbeauftragter des Bundestages, sowie von Prof. Dr. Johannes Varwick, Lehrstuhlinhaber für Internationale Beziehungen und Europäische Politik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, im Rahmen der Online-Veranstaltung „Europäische Kooperationsinitiativen: Auf dem Weg zur EU-Armee“, veranstaltet von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP) am 02. Dezember 2021 mit herangezogen.